Ausland Erdbeben in China: SEEWA soll fünf Ortschaften mit Trinkwasser versorgenChengdu - 25. Mai. Mit der Verlegung der sechs THW-Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA) in das Einsatzgebiet 50 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Chengdu beginnt am Montag der Einsatz des THW in China. In dem Gebiet um die Stadt Dujiangyan wird das insgesamt 22-köpfige Team der THW-Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland (SEEWA) in fünf Ortschaften Wasser aufbereiten und an die Not leidende Bevölkerung verteilen. Die Wasserqualität wird in dem mitgeführten Labor überprüft. In der Region um Dujiangyan lebten vor der Erdbebenkatastrophe vom 12. Mai etwa 600.000 Menschen.
Das SEEWA-Team landete heute Morgen gegen 8 Uhr (MESZ) wohlbehalten in Chengdu, die Ausstattung folgte gegen 15.45 Uhr (MESZ). Die Einsatzleitung traf sich bereits mit Vertretern der Wasserbehörden, um die Feinerkundung vorzubereiten und die Standorte für die TWA festzulegen. Jede der sechs TWA ist in der Lage, bis zu 6.000 Liter Wasser in der Stunde aufzubereiten. Zwei der Anlagen sollen in Zhongxing Zhen unter anderem ein Feldkrankenhaus versorgen, die übrigen vier TWA werden in Xiang'e Zhen, Puyang Zhen und Shiyang Zhen eingesetzt. Ein THW-Fachberater ist bereits seit einer Woche in der deutschen Botschaft in Peking tätig und berät die Koordinatoren der deutschen Hilfeleistungen.
Das THW ist die operative Bevölkerungsschutzorganisation der Bundesregierung. Seit seiner Gründung im Jahr 1950 leistet das THW im Auftrag des Bundesinnenministeriums technische Hilfe im In- und Ausland. Bundesweit engagieren sich in ihrer Freizeit mehr als 80.000 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in den bundesweit 668 THW-Ortsverbänden. Das Leistungsspektrum des THW reicht im Ausland von der akuten Nothilfe bis zum längerfristigen, partnerschaftlichen Engagement beim Wiederaufbau. Mit so genannten „Schnell-Einsatz-Einheiten“ steht das THW im Katastrophenfall für humanitäre Soforthilfeeinsätze bereit.
Ansprechpartner:
Nicolas Hefner: 0228-940-1777
25.05.2008 THW


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