Ausland THW-Trinkwassereinsatz in Myanmar hat begonnenYangon - 25. Mai. Drei Wochen nachdem der tropische Wirbelsturm „Nargis“ in Myanmar wütete und unzählige Menschenleben forderte hat der Trinkwassereinsatz des THW in den Katastrophengebieten begonnen. In Bogale, etwa 50 Kilometer südwestlich von Yangon (Rangun) gelegen, hat ein fünfköpfiges Team der Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland (SEEWA) heute zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA) aufgebaut und in Betrieb genommen. In den Abendstunden soll das erste Wasser an die Einwohner der Stadt verteilt werden.
Die beiden TWA verfügen über eine Gesamtkapazität von 12.000 Litern in der Stunde. In Bogale müssen etwa 120.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden. „Wir sind froh, dass wir jetzt mit dem Einsatz beginnen konnten. Die Menschen hier brauchen unsere Hilfe“, sagte THW-Einsatzleiter Stephan Mack heute in Yangon. Das insgesamt 15 Kräfte umfassende Team befindet sich seit 13. Mai in Myanmar und hat seitdem den Einsatz vorbereitet und Schulungen für lokale Mitarbeiter von Malteser International durchgeführt.
In den nächsten Tagen sollen zunächst zwei weitere THW-TWA in Labutta zum Einsatz kommen. Insgesamt verfügt das THW in Myanmar über sechs Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung.
Das THW ist die operative Bevölkerungsschutzorganisation der Bundesregierung. Seit seiner Gründung im Jahr 1950 leistet das THW im Auftrag des Bundesinnenministeriums technische Hilfe im In- und Ausland. Bundesweit engagieren sich in ihrer Freizeit mehr als 80.000 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in den bundesweit 668 THW-Ortsverbänden. Das Leistungsspektrum des THW reicht im Ausland von der akuten Nothilfe bis zum längerfristigen, partnerschaftlichen Engagement beim Wiederaufbau. Mit so genannten „Schnell-Einsatz-Einheiten“ steht das THW im Katastrophenfall für humanitäre Soforthilfeeinsätze bereit.
Ansprechpartner:
Nicolas Hefner: 0228-940-1777
25.05.2008 THW


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